24.04.2012 / 25.04.2012
Aktuelle Tendenzen in der DJ- und VJ-Kultur: Das englische Electronica-Duo
Autechre, Noise-Ästhetik und Video-Generierung; neue
Aufführungsformen elektronischer Musik: "Live-Coding", Andrew Sorensen "antiphony", Reminiszenzen
mittelalterlicher Musik, Vielfalt der metrischen Ebenen, Tempuslehre, "Ars nova",
Improvisation und Konzeption, Musik als Denkstruktur und Text, die Bedeutung der
Programmiersprache LISP für die Computermusik; sprachliche Aspekte in der Neuen
Musik: der dadaistische Ansatz in Kurt Schwitters' "Ursonate" (1919),
"Universalkunst" und "MERZ", Collage, Stephan von
Huene "Kurt Schwitters sound sculpture", Sprache als Reservoir von Klängen
und Emotionen in György Ligetis "Aventures" (1963)
27.03.2012 / 28.03.2012
Minimalistische Elemente in der aktuellen Musik Südafrikas: der Pianist
Abdullah Ibrahim alias Dollar Brand und die Anti-Apartheid-Bewegung,
"Manenberg"; zur Entstehung der DJ-Kultur: Grandmaster Flash "Adventures
on the Wheels of Steel", Verfahren und Techniken, künstlerische Aspekte; die
Entwicklung der digitalen Medien ab den 80er Jahren: Sampler und Synthesizer, das
MIDI-Protokoll, Sequenzer-Software
13.03.2012 / 14.03.2012
Minimalismus im weiteren Sinn: Morton Feldman (1926 - 1987) "Rothko Chapel",
Lautstärke, Tempo, Länge, Strukturen, anatolische Teppiche, asynchrone
Partituren, Harmonik, Rationalität und Intuition, Anfänge mit graphischer
Notation, besondere Kompositionsverfahren, Beziehung zu Cage, geistesverwandte
Maler, Jackson Pollock (1912 - 1956), "New York School of Music", Abgrenzung
gegenüber "Minimal Music" und "Meditationsmusik"; Arvo Pärt (* 1935)
"Arbos" und "Fratres", "neue religiöse Musik", "neue Einfachheit", Probleme des
Schaffens in der Sowjetunion, Dissidententum, Einflüsse von Gregorianik und
orthodoxer Tradition, "Tintinnabuli"-Stil und tonale Flächen, Überlagerung
unterschiedlicher Zeitschichten, Bedeutung im zeitgenössischen Musikleben
28.02.2012 / 06.03.2012 / 07.03.2012
Zufall und Religion; "Minimal Music", Steve Reich (* 1936): frühe
Tonbandstücke ("It's gonna rain"), Einfluss der musique concréte,
Einflüsse aus Indonesien und Afrika (Xylophonmusik aus Uganda: "resulting
patterns", "inherent patterns"), die Kombination mit westlichen Traditionen:
Kanontechnik, Tonbandschleifen, kontinuierliche Phasenverschiebungen, allmähliche
Ein- und Ausblendungen, modale Harmonik, "Six Pianos" (1973), Geschwindigkeit und
statische Klangräume, Durchhörbarkeit, Nähe und Abgrenzung zur Popmusik, U-
und E-Musik und das Verschwinden der Grenze, die Ästhetik der Wiederholung,
Minimalismus und oratorische Formen: "Tehilim" (Vertonung hebräischer Psalmen,
1981), Terry Riley (* 1935), La Monte Young (* 1935), Philipp
Glass (* 1937 – Opern "Einstein on the beach" u. a., Film "Koyaanisqatsi"),
Beziehungen zur Malerei (Andy Warhol, Sol LeWitt, Richard Serra) und
zur Architektur (Herzog & de Meuron "Universitätsbibliothek Cottbus" u. a.),
Wurzeln in der Kunsttheorie der 20er Jahre (Gertrude Stein: "Rose is a rose is a
rose …"), Einflüsse auf die Club-Kultur, "Reich Remixed" (1999) als
Hommage, minimalistische Elemente in neuer Computermusik aus Kanada: Paul Lansky
(* 1944) "Idle Chatter" (1985)
08.02.2012 / 14.02.2012
Impulse zur Neuen Musik aus den USA: John Cage (1912 - 1992) "Imaginary
Landscape" (1951), Biografisches, Schüler bei Schönberg, Daisetz
Teitaro Suzuki ("The great liberation – Introduction to Zen Buddhism"),
Buddhismus, Texte, Happening und Performance (" 4'33" "), europäische
Schwierigkeiten mit Cages Denken: Missverständnisse, Traditionslosigkeit? Ziel der
Musik, Entsubjektivierung, "Sonatas & Interludes" for Prepared Piano:
Präparationstechniken, "Indeterminacy", "Streichquartett" (1950), zum Begriff
der Stille ("Silence"); das chinesische Orakel- und Weisheitsbuch "I Ging" und der
deutsche Übersetzer Richard Wilhelm, Komponieren heißt Entscheiden:
Münzwurf, Jacques Monod (1910 - 1976) "Zufall und Notwendigkeit"; Musik und
ihre Aufzeichnung; die Beziehung Cage - Boulez; "Organ2/ASLSP" in
Halberstadt seit 2001
31.01.2012 / 01.02.2012
die Vorordnung des Materials im "Serialismus", Grenzen und Auswege: Elektronik und
"Aleatorik", zum Begriff des Zufalls, der kämpferische Grundgestus der Neuen Musik:
Virtuosität und Energie, Pierre Boulez (* 1925) "Structures" für zwei
Klaviere, "Le Marteau sans Maître", "Pli selon pli", die Dichter
Stéphane Mallarmé und René Char, Farbigkeit der
Instrumentation; Boulez als Dirigent und Kulturfunktionär, Bayreuth, "Centre
Pompidou", IRCAM; die Entdeckung der Eigenschaften des einzelnen Tons im Serialismus,
Zeitschichten und Proportionen, neue Notationsformen, gekrümmtes Metrum in
Stockhausens "Klavierstück I", "Zyklus für einen Schlagzeuger",
Beziehungen zur Architektur über Proportionenlehre und Intervallkunde: Bauten von
Le Corbusier (1887 - 1965), Iannis Xenakis (1922 - 2001) und Frei
Otto (* 1925)
24.01.2012 / 25.01.2012
Die Unterhaltungsfunktion der Musik in den westlichen Gesellschaften und das eigentlich
Musikalische; das Erbe Anton Weberns: Organisation verschiedener Parameter des
Einzeltons im "Serialismus", die "Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik",
Messiaens "Mode de valeurs et d'intensités", Karlheinz Stockhausen
(1928 - 2007) "Gesang der Jünglinge im Feuerofen" (elektronische Klänge –
1956), zur Entwicklung der "Elektronischen Musik": wichtige Studios, Aufwand,
Verfahren, Konsequenzen für die Notation von Musik, Studio des WDR Köln,
"Klangsynthese" gegenüber "Musique concrète"; die Arbeit am einzelnen Ton,
vielfätig überlagerte Zeitschichten: "Zeitmasze" für 5 Holzbläser
(1955/56); Einflüsse indischer Kultur und "intuitive Musik", Improvisation,
Formelkomposition; EXPO 1970: Kugelauditorium Osaka; Gesamtkunstwerk im 20. Jahrhundert:
Opernprojekt "Licht" (seit 1979), Ausschnitt "Unsichtbare Chöre" aus
"Donnerstag"
17.01.2012 / 18.01.2012
Erweitertes Bewußtsein von Raum und Zeit im 20. Jahrhundert, Vorahnungen bei
Wagner, Einsteins "Raumzeit"; György Ligeti (1923 - 2006)
"Kammerkonzert" (1970): Aufhebung der Zeitempfindung durch Verschleierung des Metrums,
"Klangflächenkomposition", "Clustertechnik", "Mikropolyphonie"; Einflüsse aus
Literatur und Kunst; die Suche nach extremen Konzeptionen, "Continuum" für Cembalo
(1968): metrische Proportionsbildungen, Überlagerung unterschiedlicher
Zeitschichten, die Rolle des Interpreten; "Lux aeterna" für 16-stimmigen Chor a
cappella (1966), Stanley Kubrick (1928 - 1999) verwendet Musik von
Ligeti in "2001: A Space Odyssey" (1968), Film als Zeitkunst